Kraftwerk Lubmin: Gegner fühlen sich bestätigt
Ostsee-Zeitung l Freitag, 20. Februar 2009 | Mecklenburg-Vorpommern l 473 Wörter
Kraftwerk Lubmin: Gegner fühlen sich bestätigt
Ministerpräsident Sellering geht auf Distanz zum Dong-Kraftwerk. Derweil wird der Ton zwischen Befürwortern und Kritikern schärfer.
Rostock (OZ) Klare Worte: Die Bedeutung der Steinkohle für Lubmin nehme ab, für den Energiebedarf des Landes reiche ein Offshore-Windpark. Die Rede von Ministerpräsident Erwin Sellering beim gestrigen Neujahrsempfang des CDU-Wirtschaftsrates in Rostock fällt bei den Gegnern des Kraftwerkneubaus auf fruchtbaren Boden. „Sehr begrüßenswert“, lobt Oskar Gulla, Vorsitzender der Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin. „Derzeit sind sehr viele Lobbyisten für das Kraftwerk unterwegs – da hat es Sellering nicht leicht.“ Umso mehr schätzten die Dong-Gegner Sellerings Warnung. Denn: „Wenn das Kraftwerk kommen würde, würde sich sicher auch Schwerindustrie in Lubmin ansiedeln“, fürchtet Gulla. „Und genau dies brauchen wir hier an der sensiblen Ostseeküste nicht.“ Das von Dong-Befürwortern immer wieder angeführte Argument der Energiesicherheit ziehe nicht, so Gulla: „Das Kraftwerk in Rostock ist seit Anfang Januar außerplanmäßig vom Netz – und ist irgendwo in MV das Licht ausgegangen?“ Fakt sei: Sollte es am Ende des Genehmigungsverfahrens doch grünes Licht für die Pläne von Dong Energy geben, werde die Umweltinitiative dagegen klagen.
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Kraftwerk Lubmin: Gegner fühlen sich bestätigt
Ministerpräsident Sellering geht auf Distanz zum Dong-Kraftwerk. Derweil wird der Ton zwischen Befürwortern und Kritikern schärfer.
Rostock (OZ) Klare Worte: Die Bedeutung der Steinkohle für Lubmin nehme ab, für den Energiebedarf des Landes reiche ein Offshore-Windpark. Die Rede von Ministerpräsident Erwin Sellering beim gestrigen Neujahrsempfang des CDU-Wirtschaftsrates in Rostock fällt bei den Gegnern des Kraftwerkneubaus auf fruchtbaren Boden. „Sehr begrüßenswert“, lobt Oskar Gulla, Vorsitzender der Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin. „Derzeit sind sehr viele Lobbyisten für das Kraftwerk unterwegs – da hat es Sellering nicht leicht.“ Umso mehr schätzten die Dong-Gegner Sellerings Warnung. Denn: „Wenn das Kraftwerk kommen würde, würde sich sicher auch Schwerindustrie in Lubmin ansiedeln“, fürchtet Gulla. „Und genau dies brauchen wir hier an der sensiblen Ostseeküste nicht.“ Das von Dong-Befürwortern immer wieder angeführte Argument der Energiesicherheit ziehe nicht, so Gulla: „Das Kraftwerk in Rostock ist seit Anfang Januar außerplanmäßig vom Netz – und ist irgendwo in MV das Licht ausgegangen?“ Fakt sei: Sollte es am Ende des Genehmigungsverfahrens doch grünes Licht für die Pläne von Dong Energy geben, werde die Umweltinitiative dagegen klagen.






