Ostsee-Zeitung l Freitag, 18. April 2008 | Titelseite l 382 Wörter
Studie: Kraftwerk heizt Ostsee vor Rügen auf
• Landesregierung gab neues Gutachten in Auftrag • Kohlemeiler erhöht Blaualgen-Gefahr an den Küsten • Seebädern droht Aberkennung ihres Status
Schwerin (OZ) Eine bislang unveröffentlichte Studie zum umstrittenen Steinkohlekraftwerk Lubmin sorgt für dicke Luft in der Schweriner Landesregierung: In einer eilig einberufenen Pressekonferenz stellte Umweltminister Till Backhaus (SPD) gestern Nachmittag Details eines Umwelt-Gutachtens des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) vor.
Offiziell erklärte Backhaus gestern, die ökologischen Folgen der größeren Kühlwasserfahne werde das IOW erst Mitte Mai vorlegen. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse ließen noch „keine Rückschlüsse auf die Genehmigung“ zu. Backhaus kündigte aber an, mindestens noch ein weiteres Gutachten in Auftrag geben zu wollen. „Wenn Dong alle notwendigen Unterlagen nachreicht, kann der Baubeginn im Dezember dieses Jahres noch gehalten werden“, sagte der Minister.
Direkt am Kraftwerk wird das Kühlwasser im Schnitt sieben Grad Celsius wärmer als das umliegende Wasser in die Ostsee einfließen – insgesamt bis zu 352 000 Kubikmeter pro Stunde. Bereits im Juni 2007 warnte eine unabhängige Studie der Technischen Universität Berlin vor den ökologischen Auswirkungen auf die Haupturlaubsgebiete Rügen und Usedom (OZ berichtete). Lubmins Bürgermeister Klaus Kühnemann (parteilos) sagte, die nun vorliegenden Ergebnisse bestätigten die Kraftwerksgegner in ihrer Annahme, auch anderen Angaben von Dong Energy zu misstrauen.
Seite 2: Kommentar
JÖRG KÖPKE
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Jetzt zeigt sich was gespielt wird! |
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Ohne die Aktionen der Torsten Jelinski aus Thiessow |
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