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Bürgerinitiative „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“e.V.         22.01.2010

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,
zu Beginn des neuen Jahres möchte sich der Vorstand im Namen aller Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“ e.V. bei allen Bürgern und Bürgerinnen, die sich im Genehmigungsverfahren gegen das Steinkohlekraftwerk beteiligt haben, für die bisherige Unterstützung bedanken.

Am 11.Dezember 2009 hat der dänische Investor DONG energy seinen offiziellen Ausstieg aus dem Projekt verkündet. Die Entscheidung kam recht unerwartet, denn im laufenden Verfahren waren die meisten der kritischen Punkte im Lastenheft der Antragsteller noch gar nicht abgearbeitet. Um so größer war dann auch die Freude und Erleichterung in der gesamten Region zu spüren als die Nachricht vom Dong-Rückzug durchs Land eilte. Doch noch ist keine endgültige Ruhe im Streit um die Kohlekraftwerkspläne in Lubmin eingekehrt. Unterstützt durch das Wirtschaftsministerium suchen die Antragsteller bzw. die restliche Betreibergesellschaft offenbar nach einem Ersatzinvestor, der für DONG energy einspringen soll. Bisher wurden den Bürgerinnen und Bürgern dazu keine näheren Informationen von offizieller Seite mitgeteilt.

Aber wie geht es weiter in Lubmin? Vom Urknall direkt in den Dornröschenschlaf? Dass ein Kohlekraftwerk in Lubmin offenbar nicht genehmigungsfähig ist, hat nicht nur DONG energy überzeugt, von dem Vorhaben abzulassen, denn auch weitere Anteilseigner des Projekts sind ebenfalls gleich mit ausgestiegen. Die Hürden liegen bei einer Fortführung des Genehmigungsverfahrens auch für zukünftige Investoren sehr hoch. Der Betrieb von fossilen Großkraftwerken mit hohen Ausstößen an Treibhausgasen und Umweltgiften ist mit enormen finanziellen Risiken verbunden – soviel scheint festzustehen. Die Fortführung des laufenden Verfahrens kostet den Steuerzahler nur noch mehr unnötiges Geld und blockiert die Standortentwicklung vor Ort. Die Bürgerinitiative fordert deshalb die schnelle Aufklärung der Öffentlichkeit über den weiteren Fortgang des Genehmigungsverfahrens. Für die Erreichung ihrer Ziele hat sich die Allianz der Kohlekraftwerksgegner deshalb weiterhin auf die aufmerksame Begleitung des Verfahrens verabredet. Auch die Option einer Klage gegen eine eventuelle Genehmigung eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin wird weiterhin aufrecht erhalten. Anstatt weiter mit den Menschen der Region zu streiten, sollte nun endlich ein schon lange gefordertes Gesamtkonzept für den Standort Lubminer Heide entwickelt werden. Dies haben die Verantwortlichen in ihrem Genehmigungseifer bisher gänzlich versäumt. Die Bürgerinitiativen verfolgen das Geschehen weiterhin aufmerksam und agieren entsprechend. „Erst, wenn die Genehmigungsanträge zurückgezogen sind“, so der BI-Vorsitzende Michael Woitacha, „erst dann haben wir unser Ziel erreicht: Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin!“

gez. Volker Sachse – Michael Woitacha – Christa Labouvie - BI-Vorstand



 
OZ UNIVERSITÄTS- UND HANSESTADT GREIFSWALD Dienstag, 6. Oktober 2009, S11
„Ich bin stolz, für Dong Energy zu arbeiten“

Von BENJAMIN FISCHER
„Ich weiß nicht, warum die Leute immer von einem Kühlturm reden. Bei uns gibt es keinen Kühlturm. Peter Gedbjerg Projektleiter Dong Energy  „Hier hattenwir noch niemalsÄrger“, sagt Peter Gedbjerg. Der Däne nimmt einen Schluck Kaffee aus seiner weißen Tasse. „Dong Energy“, steht in kleinen roten Lettern am oberen Rand. Er hat Kuchen gekauft. „Ich will kein unhöflicher Gastgeber sein.“...
Download des gesamten Artikels mit allen Beiträgen (pdf-Datei)

Bis auf den Papst und Obama habe ich mit allen gesprochen.“
Torsten Jelinski, Kraftwerksgegner

Von GERIT HEROLD Thiessow.
„Es gibt in der Sache keine Kompromisse“ Torsten Jelinski kann sich noch genau an den Herbsttag erinnern, der vor drei Jahren sein Leben veränderte. „Ich hörte morgens im Radio, dass in Lubmin ein Kohlekraftwerk gebaut werden soll.“ Zuerst habe er das für einen reichlich verfrühten Aprilscherz gehalten. Dann dachte er nur noch: Das kann doch nicht wahr sein!
... Download des gesamten Artikels mit allen Beiträgen (pdf-Datei)

   

neues Flugblatt - neues Flugblatt - neues Flugblatt - neues Flugblatt - neues Flugblatt

Als Ergänzung zum "Roten DONG" dient dieses Flugblatt zur Aufklärung der Bevölkerung.

Für die Verteiung auf der Insel Usedom bitte bei Peter Freygang ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
unter Angabe der Stückzahl melden.

Weitere Anfragen bitte an die BI-Greifswald (siehe Kontaktdaten auf der BI-Seite.

Download
Flyer Seite 01

Flyer Seite 02

2009_flyer_Deckblatt
   

nachfolgend die Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin zum "Heringsgutachten", welches von Herrn Backhaus in der Presse "analysiert" wurde.

Ich bitte um Veröffentlichung,
danke und mit freundlichen Grüßen
Chris Labouvie
BI Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin
0177-5100 510

Landesregierung zunehmend unglaubwürdiger – Parallelen zu Gorleben erkennbar?

Aktuell wurde durch die Medien bekannt, dass die damalige Regierung unter Helmut Kohl (CDU) das Gutachten für den Salzstock in Gorleben, die „Asse“, gefälscht hat. Eindeutig ist belegt, dass die Gutachter zu einem anderen Schluß kamen als die Erkenntnis, die letztlich im Gutachten stand: Salzstock sehr geeignet für die Lagerung von Atommüll.
Chris Labouvie, Schriftfführerin und Vorstandsmitglied der BI „kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“ will schon Parallelen erkennen. Alle Gutachten, die durch Umweltschutzverbände, BI oder seitens der Anwälte in Auftrag gegeben wurden, sprechen eine deutliche Sprache und kommen stets zum gleichen Ergebnis: das Kohlekraftwerk am Greiswalder Bodden ist nicht genehmigungsfähig, die Auswirkungen zerstören irreversibel die Landschaft. Wasser, Luft, Flora, Fauna und der Mensch werden Schaden nehmen, das steht eindeutig fest.

Weiterlesen: Landesregierung zunehmend unglaubwürdiger – Parallelen zu Gorleben

   

Thesenpapier des Sachvertändigenrates für Umweltfragen (SRU)

Weichenstellungen für eine nachhaltige Stromversorgung

Der SRU ist ein Beratungsgremium der Bundesregierung mit dem Auftrag, die Umweltsituation und -politik darzustellen und zu begutachten. Er geht in seinem Thesenpapier davon aus, ..."dass wir heute vor der Grundsatzentscheidung zwischen
zwei unterschiedlichen Entwicklungspfaden für die zukünftige Stromversorgung stehen.
Möglich ist entweder
– ein massiver Ausbau der regenerativen Energiequellen, der mit schnell startenden
Kraftwerkskapazitäten (Gaskraftwerke), Stromspeichern und einem erheblichen
Netzausbau kombiniert werden muss, oder
– der Ausbau einer Kraftwerksstruktur auf der Basis von Grundlastkraftwerken (Kohle
mit CCS und/oder Kernkraftwerke) unter Verzicht auf einen weiteren substanziellen
Ausbau der regenerativen Energiequellen Wind und Sonne zur Stromerzeugung, da
ein hoher Anteil von Wind- und Sonnenenergie nicht sinnvoll mit einer
grundlastorientierten Stromerzeugung kombiniert werden kann.
Die sich abzeichnende Entscheidung für den zurzeit diskutierten erheblichen Neubau
von Grundlastkraftwerken wäre damit eine Entscheidung gegen einen weiteren Ausbau
der erneuerbaren Energien.
Die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Stromversorgung in Deutschland wird
häufig unter der Prämisse geführt, dass Kohlekraftwerke als notwendige Ergänzung
der regenerativen Energiequellen für die Bereitstellung von sogenannter Grundlast
erforderlich sind. Diese Kohlekraftwerke benötige man insbesondere vor dem
Hintergrund des gesetzlich verankerten Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie.
Mit dieser Argumentation wird die energiepolitische Debatte auf die Frage: „Kohle
oder Kernenergie?“ eingeschränkt.
Eine sachliche Analyse zeigt hingegen, dass eine Stromversorgung ohne Kohle und
Kernenergie auf der Basis regenerativer Energiequellen möglich ist und dass der
erforderliche Ausbau von erneuerbaren Energien mit hohen Anteilen von
Grundlastkraftwerken nicht vereinbar ist. Damit lautet die zentrale Frage zur Zukunft
der Stromversorgung: „Stromversorgung auf der Basis von Grundlastkraftwerken
(Kohle und/oder Kernenergie) oder auf der Basis regenerativer Energiequellen?“..."

Das ganze Papier ist hier zu lesen.


 

   

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