Kritik am Kohlekraftwerk Lubmin
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. September 2008 um 07:43 Uhr Geschrieben von: Ilona Hartmann Donnerstag, den 11. September 2008 um 07:39 Uhr
Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 11. September 2008 | Politik l 204 Wörter
Kritik am Kohlekraftwerk Lubmin  - Sisyphos-ArbeitÂ
Sisyphos, Held der griechischen Mythologie, war in der Unterwelt dazu verdammt, einen Felsblock einen steilen Hang hinaufzurollen. Immer kurz bevor er das Ende des Hangs erreichte, entglitt ihm der Stein, und er musste wieder von vorn anfangen.
In etwa so müssen sich die Gegner des geplanten Steinkohlekraftwerks Lubmin fühlen. Fleißig sammeln sie Unterschriften und Argumente gegen die Zwei-Milliarden-Euro-Investition, die ihnen in Zeiten von Klima-Katastrophen und explodierenden Preisen für fossile Brennstoffe als völlig unsinnig erscheint. Jedes mal aber, wenn ihren Bemühungen Erfolg beschieden sein müsste, lassen zwei Worte ihre Anstrengungen wie Seifenblasen zerplatzen – und sie müssen wieder von vorn anfangen. Die Worte heißen: rechtsstaatliches Genehmigungsverfahren.
Ein Totschlagargument, mit dem die Befürworter des Kraftwerks wie Gralshüter die umstrittene Industrieansiedlung am Greifswalder Bodden verteidigen. Der Investor habe ein Recht auf dieses Verfahren. Ein ordnungsgemäßes obendrein. Punkt. Die Gegner des Kohlemeilers werden damit ins Reich der Unrechtmäßigen verbannt.
Doch ist es rechtsstaatlich und ordnungsgemäß, wenn Gutachten frisiert, Bauanträge von Ministerien zugearbeitet und Proteste behindert werden? Es lohnt sich, den Felsblock weiter zu wälzen. Eines Tages wird er oben am Ende des Hangs sein.
Link zum Bericht von Seite 5 - Gegner rügen Behörden
JÖRG KÖPKEÂ
Kritik am Kohlekraftwerk Lubmin  - Sisyphos-ArbeitÂ
Sisyphos, Held der griechischen Mythologie, war in der Unterwelt dazu verdammt, einen Felsblock einen steilen Hang hinaufzurollen. Immer kurz bevor er das Ende des Hangs erreichte, entglitt ihm der Stein, und er musste wieder von vorn anfangen.
In etwa so müssen sich die Gegner des geplanten Steinkohlekraftwerks Lubmin fühlen. Fleißig sammeln sie Unterschriften und Argumente gegen die Zwei-Milliarden-Euro-Investition, die ihnen in Zeiten von Klima-Katastrophen und explodierenden Preisen für fossile Brennstoffe als völlig unsinnig erscheint. Jedes mal aber, wenn ihren Bemühungen Erfolg beschieden sein müsste, lassen zwei Worte ihre Anstrengungen wie Seifenblasen zerplatzen – und sie müssen wieder von vorn anfangen. Die Worte heißen: rechtsstaatliches Genehmigungsverfahren.
Ein Totschlagargument, mit dem die Befürworter des Kraftwerks wie Gralshüter die umstrittene Industrieansiedlung am Greifswalder Bodden verteidigen. Der Investor habe ein Recht auf dieses Verfahren. Ein ordnungsgemäßes obendrein. Punkt. Die Gegner des Kohlemeilers werden damit ins Reich der Unrechtmäßigen verbannt.
Doch ist es rechtsstaatlich und ordnungsgemäß, wenn Gutachten frisiert, Bauanträge von Ministerien zugearbeitet und Proteste behindert werden? Es lohnt sich, den Felsblock weiter zu wälzen. Eines Tages wird er oben am Ende des Hangs sein.
Link zum Bericht von Seite 5 - Gegner rügen Behörden
JÖRG KÖPKEÂ


