Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Januar 2009 um 17:21 Uhr Geschrieben von: Ilona Hartmann Donnerstag, den 06. März 2008 um 19:19 Uhr
Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 06. März 2008 | Mecklenburg-Vorpommern l 216 WörterHeiße Debatte über Steinkohlekraftwerk
PRO Wirtschaftssekretär Stefan Rudolph (CDU) und KONTRA Lubmins Bürgermeister Klaus Kühnemann (parteilos)
OZ: Was hat Vorrang, die Schaffung neuer Jobs oder der Schutz der Umwelt?
Stefan Rudolph: Wichtig sind Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltverträglichkeit. Dieser Ansatz befördert auch die Schaffung hochwertiger Industriearbeitsplätze.
OZ: Wie stehen Sie zu einer Halbierung der Kraftwerkspläne?
Rudolph: Eine Halbierung ist keine im vorliegenden Genehmigungsverfahren zu prüfende Alternative.
OZ: Wie sehr sind Steinkohlekraftwerke noch zeitgemäß?
Rudolph: Bis auf weiteres kann auch unter dem Aspekt des Atomausstiegs nicht auf den Einsatz von Kohle für die Stromerzeugung verzichtet werden.
OZ: Was hat Vorrang, die Schaffung neuer Jobs oder der Schutz der Umwelt?
Klaus Kühnemann: Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang, dass nur ein Steinkohlekraftwerk Jobs bringt. Besser wäre ein Gaskraftwerk. Deshalb hat langfristig der Umweltschutz das Primat.
OZ: Wie stehen Sie zu einer Halbierung der Kraftwerkspläne?
Kühnemann: Ein halbes Kraftwerk ist besser als ein ganzes – aber trotzdem für Lubmin nicht vertretbar.
OZ: Wie sehr sind Steinkohlekraftwerke noch zeitgemäß?
Kühnemann: Ohne Kraftwärmekopplung, ohne CO2-Abtrennung, mit 46 Prozent Wirkungsgrad für die nächsten 40 Jahre ist ein Kohlekraftwerk nicht vertretbar.


