Auflösung der Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin e. V. beschlossen

In ein paar Tagen geht das Jahr 2011 zu Ende. Mit dem Jahr 2011 ist auch der Kampf der Bürgerinitiative „Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin" e. V. erfolgreich zu Ende gegangen. DONG Energy zog sich zwar schon am 11.12.2009 aus Lubmin zurück, aber die Verfahrenslage war unklar und so mussten wir weiterhin wachsam sein.

Am 08.12.2011 wurde durch unsere Mitgliederversammlung die Auflösung unserer Bürgerinitiative beschlossen.

Wir schauen aber weiterhin auf Lubmin, denn das Genehmigungsverfahren Steinkohlekraftwerk Lubmin wird von der EWN GmbH als neuer Träger des Vorhabens fortgeführt, mit dem Ziel, dort ein gigantisches Gaskraftwerk errichten zu lassen. Alle diejenigen, die gegen das Steinkohlekraftwerk Einwendungen getätigt haben, sind weiterhin am Verfahren beteiligt und berechtigt, Anträge zu stellen, so z. B. auf die Einstellung des Genehmigungsverfahrens.

Die kommende Weihnachtszeit ist nun ein Zeitpunkt, innezuhalten, sich über das Erreichte zu freuen und Kraft für neue Aufgaben zu sammeln. Wir können alle auf eine ereignisreiche und arbeitsreiche Zeit zurückblicken. Und wir haben erfahren, dass es sich lohnt, um eine Sache zu kämpfen und nicht aufzugeben.

So sehen wir jetzt in die Zukunft und planen weitere gemeinsame Aktivitäten. Mit der Gründung des ‚Forum Energiewende‘ im neuen Jahr wird die erfolgreiche Arbeit der Bürgerinitiative Greifswald mit neuen Zielen fortgeführt. Wer sich weiterhin engagieren möchte, ist herzlich willkommen.

Der Vorstand der BI bedankt sich herzlich bei allen Mitstreiterinnen, Mitstreitern und Sympathisanten! Den Umweltverbänden BUND, WWF und dem NABU gilt unser Dank für die tolle Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung während der langen Verfahrenszeit! Alle zusammen haben wir einen wunderbaren Erfolg erstritten und einen Beitrag für eine gesunde Umwelt geleistet.

Wir wünschen allen ein gesundes, frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2012 im Kreise von Familie und Freunden!
Das kommende Jahr wird uns sicher wieder viel Energie und Kraft für neue Aufgaben abverlangen. Allen möge das neue Jahr in ihrem privaten, beruflichen und bürgerschaftlichen Engagement Gesundheit, Glück und Erfolg bringen!
   

Ankündigung einer Buchveröffentlichung

Vielen früheren BI-Mitgliedern ist Dr. Vater als streitbarer Biologe und Umwelt-schützer kein Unbekannter.
Er hat in mühevoller, akriebischer Kleinarbeit die Aktivitäten der Bürgerinitiativen zur Rettung der schützenswerten Gebiete um das Industriegebiet Lubminer Heide dokumentiert.

Nun soll das Buch unter schwierigen Bedingungen erscheinen. Hier kann man nähere Informationen bekommen.

   
Einladung zur Mitgliederversammlung
an alle Mitglieder der BI Greifswald - Gäste sind herzlich willkommen!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir laden Sie im Namen des Vorstandes herzlich zu unserer letzten Mitgliederversammlung ein. Sie

findet statt am

Donnerstag, den 08.12.2011,
um 19:00 Uhr,
im Saal des Gemeindehauses, Domstraße 13,
in 17489 Greifswald.

Tagesordnung:

Begrüßung durch den Vorsitzenden

Feststellung der Beschlussfähigkeit

Top 1: Rückblick auf den Kampf unserer Bürgerinitiative im Kampf gegen ein geplantes Kohlekraftwerk am Standort Lubmin
(Dr. Bernd Giese)
Top 2: Abschluss-Finanzbericht durch den Schatzmeister
Top 3: Prüfungsbericht Revisor
Top 4: Bericht der Liquidatoren
Top 5: Abstimmung über die Auflösung des Vereins und die Entlastung des Vorstandes
Top 6: Stand der Planungen zu Gaskraftwerken in Lubmin (Eberhard Meißner)
Top 7: Rede des Initiators unserer BI (Peter Freygang)
Top 8: Vorstellung des „Forum Energiewende Vorpommern“ (Dr. Monique Wölk)
Top 9: Sonstiges
Top10: Schlusswort
   
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Risiko Atomkraft | NDR.de - Fernsehen

Am 15.03.2010 gab es im Fernsehen die NDR-Dokumentation „Risiko Kernkraft" zu sehen.

Das NDR-Team widerlegte, dass Atomstrom sauber, sicher und billig ist. Anhand norddeutscher AKW wurden bei Einblicken in den Arbeitsablauf Ignoranz und Hilflosigkeit aufgezeigt. Wie sicher sind die AKW's in Deutschland im Fall eines Störfalles? Der Streit ist neu entflammt.

Der NDR schreibt dazu: „...Für den Film haben wir auch Material verwendet, das wir aus juristischen Gründen leider nicht ins Netz stellen dürfen. 45 Min hat sich allerdings schon einmal mit den Risiken der Kernenergie beschäftigt. In unserem Angebot finden Sie diese Dokumentation, "45 Min - Die Atomlüge", als Video on Demand in voller Länge. Zudem bieten wir Ihnen einige Hintergrundinformationen aus dem Dossier zu dem Film auch auf dieser Seite..."

Videobeitrag - Risiko Atomkraft | NDR.de - Fernsehen

Die Atomlüge
Sendedatum: 23.02.2010 22:30 Uhr


Hier ein Kommentar zur gestrigen Sendung:

Arndt M., Schwerin: Ein großes Kompliment und Dank an die Autorin Gesine Enwaldt und ihr Team für die Recherche und Umsetzung und Dank an den NDR für die Produktion dieses Beitrags. Dieser Film sollte nach meiner Meinung für besonders couragierten Journalismus ausgezeichnet werden. Er entlarvt auf bedrückende Weise, wie sich eine Gesellschaft in die Tasche lügt und wie angesichts der Ereignisse in Japan auch für Deutschland gilt: Es ist nichts, aber auch gar nichts sicher! Wer in der heutigen Debatte trotzdem immer wieder versucht, der Atomenergie eine Gesellschaftsfähigkeit zu attestieren und den Eindruck zu erwecken, dass wir diese Energieform brauchen, muss angesichts der verstörenden Hilflosigkeit und Ignoranz der mit der Atomenergieerzeugung, -überwachung und Störfallbekämpfung Betrauten die Fassung verlieren. Ich gehöre zu den Atomkraftgegnern und beschäftige mich als Mitarbeiter eines Umweltverbandes jeden Tag damit, die Lügen und Fälschungen von Gutachtern in Genehmigungsverfahren zu enttarnen. Ich halte das Verhalten der Gutachter, die die Erkrankung von Kindern im Umfeld des AKW Krümmel absichtlich falsch darstellen, um den Energiekonzernen zu nützen, für eine rechtlich relevante Straftat und tief verachtenswürdig. Ein solches Verhalten von vereidigten Sachverständigen muss gesellschaftlich geächtet werden. Auf Grundlage derart verzerrter Aussagen, die jeglicher wissenschaftlicher Objektivität entbehren, fällt die Politik Entscheidungen, die letztlich zur Laufzeitverlängerung der AKW geführt haben. Es ist der große Verdienst des Films, derartige Praktiken schonungslos aufzudecken. Ich werde den Beitrag weiterempfehlen. Er motiviert mich, in meinen eigenen Bemühungen nicht nachzulassen, derartige Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu verhindern. Nochmals vielen Dank!

   

9 Prüfsteine für die Entwicklung des Industriestandortes Lubmin

Die SPD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern (MV) beabsichtigt, den Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) zu einem Schwerpunkt ihrer Wirtschaftspolitik in der kommenden Legislaturperiode zu machen. Im Vordergrund stehen dabei die ökonomischen und industriepolitischen Potenziale, die sie im Ausbau der EE und der damit verbundenen Einleitung einer ‚Energiewende' sieht.

Die Grundlage für diese Entscheidung bilden die Ergebnisse und strategischen Handlungsempfehlungen der ZTG-Studie1 „Wirtschaftliche Entwicklung durch den Ausbau erneuerbarer Energien", die am 03.03.2011 in Schwerin vorgestellt werden. Sie bilden den Rahmen für ein politisches Leitbild und eine daraus abgeleitete Gesamtstrategie zur Steigerung der Energieeffizienz und einer damit einhergehenden, maßgeblichen Erhöhung der Wirtschaftskraft in MV. Auf diese Weise könnten neue Einkommensquellen und Arbeitsplätze, größere Bildungsmöglichkeiten, eine erhöhte Lebensqualität und Zukunftsperspektiven für die Bürgerinnen und Bürger des Landes geschaffen werden, so die SPD-Landtagsfraktion MV.

Laut Klinker Erklärung der SPD-Landtagsfraktion MV vom 26.08.2010 gehört die enge Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Gruppen zu den maßgeblichen Bestandteilen der umzusetzenden Energiewende2. Aus diesem Grunde sieht sich das ‚Forum Energiewende Vorpommern' aufgefordert, am Gestaltungsprozess mitzuwirken.

Lesen Sie den gesamten pdf-Beitrag

   
contrAtom – unabhängiges Informationsnetz gegen Atomenergie

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Ebeling
Fachgebiete Abwasser – Wasser - Energie
Brauerstr. 3, D-29525 Uelzen  
Mob. 0171 5011762
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.



Pressemitteilung vom 8. Februar 2011

„Heiße Phase der Proteste gegen ungelöste Atommülllagerung und überflüssigen CASTOR-Transport von Karlsruhe in das ZLN bei Greifswald gestartet“
Samstag, 12. Februar 2011 CASTOR-Strecken-Aktionstag an 45 Orten bundesweit
- Viele Protestaktionen zwischen Magdeburg und Schwerin an Bahnstrecke geplant
- Route des Atommülltransportes über Berlin möglich
- contrAtom fordert Absage des überflüssigen CASTOR-Transportes in das vorpommersche Zwischenlager Nord

Seit Anfang Januar bereiten viele Atomkraftgegner/Bürgerinitiativen Protestaktionen entlang der möglichen Bahnstrecken des CASTOR-Transportes von der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) in das Zwischenlager Nord bei Greifswald vor. Erwartet wird der Transport zwischen dem 15. und 17. Februar 2011.

Weiterlesen: Pressemitteilung Dipl.-Ing. Bernd Ebeling

   

BUND und Bürgerinitiativen in M-V protestieren gegen Gesetzentwurf

29.01.2011: Schwerin/GNN/MVregio Der Versuch der Bundesregierung, mit einem neuen Gesetz die Bürgerbeteiligung in Genehmigungsverfahren weiter zu beschränken, stößt in Mecklenburg-Vorpommern auf entschiedenen Widerstand.

Dinnenminister_zuruecker Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, und Vertreter von Bürgerinitiativen protestieren gegen das Gesetz zur "Vereinheitlichung und Beschleunigung von Planfeststellungsverfahren", das Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgelegt hat. Der Entwurf sieht vor, dass Behörden künftig darauf verzichten können, bei Großprojekten - z.B. Autobahnen, Bundesstraßen, Kraftwerken - öffentliche Anhörungen abzuhalten.

Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND in Mecklenburg-Vorpommern: "Der Gesetzentwurf kommt mit dem Deckmäntelchen 'Verfahrensvereinfachung' daher, doch bedeutet dieses Vorgehen zum wiederholten Mal, dass Bürgerrechte abgebaut werden. Öffentliche Anhörungen sind unverzichtbare Foren für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die von einem Bauvorhaben betroffen sind. Sie können in den Anhörungen ihre ganz persönliche Betroffenheit darstellen und den Behörden wertvolle Sachargumente an die Hand geben, die dem Behördenapparat oftmals gar nicht bekannt sind. Im Ergebnis entstehen behördliche Entscheidungen, die die Belange von Mensch und Natur berücksichtigen und letztlich einer rechtlichen Überprüfung standhalten können. Deshalb müssen öffentliche Anhörungen als Pflicht im Genehmigungsverfahren erhalten bleiben."

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ARD-Kontraste-Bericht zum Castor Karlsruhe - Lubmin

Atommüll - Steuerzahler tragen Folgekosten

70.000 Tonnen hochradioaktiven Giftmülls sollen im staatlichen Zwischenlager Lubmin eingelagert werden. Ein großer Teil des Abfalls entstand in deutschen Kernkraftwerken. KONTRASTE deckt exklusiv Verträge zwischen Bund und Energiewirtschaft auf. Sie zeigen, warum die Konzerne ihren Atommüll auf Kosten der Steuerzahler entsorgen können.

Sehen Sie hier den ganzen Bericht

   

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