OPAL-Erdgasfernleitung

Raumordnungsverfahren Opal beendet

OZ, Dienstag, 03. März 2009

Raumordnungsverfahren für Erdgasleitung OPAL beendet

Potsdam (dpa) Für den Bau der Erdgas-Pipeline von der Ostsee nach Sachsen (OPAL) durch das Land Brandenburg ist ein erster planerischer Schritt getan. Das Raumordnungsverfahren für den südlichen Abschnitt der Erdgasleitung sei abgeschlossen, teilte das Infrastrukturministerium gestern in Potsdam mit. Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens bedeute noch keine Baugenehmigung, erläuterte das Ministerium. Das energierechtliche Planfeststellungsverfahren zur Genehmigung des Bauvorhabens läuft jetzt beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe.

OPAL soll auf rund 470 Kilometer durch MV, Brandenburg und Sachsen führen.

   

Schweden fordert Prüfung der Gas-Pipeline

Ostsee-Zeitung l Freitag, 06. Februar 2009 | Titelseite
Schweden fordert Prüfung der Gas-Pipeline

Rostock (dpa) Schwedens Europaministerin Cecilia Malmström hat die Investoren der umstrittenen Gas-Pipeline durch die südliche Ostsee zur strikteren Prüfung möglicher Umweltrisiken aufgefordert. Die bereits im Oktober 2008 eingereichten Unterlagen des Pipeline-Konsortiums Nord Stream müssten erneut überprüft werden. Die derzeitige Lage des maritimen Ökosystems in der Ostsee sei „sehr empfindlich“, sagte Malmström gestern am Rande einer internationalen Konferenz zur Zukunft des Ostseeraums in der Hansestadt Rostock. Schweden, das zu den Kritikern des Milliardenprojekts gehört, sehe dem Pipeline-Bau aber gelassen entgegen, betonte Malmström. „Wir sind weder dafür noch dagegen.“ 

   

Bau von Gasspeichern wird vorbereitet

Ostsee-Zeitung | Freitag, 23. Januar 2009 | Mecklenburg-Vorpommern

Keine Gas-, sondern Wasserrohre werden zurzeit nahe Wrangelsburg gelagert. Sie werden für den Bau von Kavernen benötigt.

Der Oldenburger Energiekonzern EWE ist in diesen Tagen dabei, für die geplante Ausspülung von unterirdischen Gasspeichern bei Wrangelsburg (OZ berichtete) erste Vorbereitungen zu treffen. Am Rande der Gemeinde wird zurzeit ein Rohrlagerplatz eingerichtet.

Wie EWE-Sprecher Dietmar Bücker dazu informierte, werden dort Stahlrohre von 18 Metern Länge und 50 Zentimeter Durchmesser gelagert. Der Lagerplatz befindet sich dicht an der vorgesehenen Arbeitstrasse für die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung, kurz OPAL. In dieser etwa 30 bis 50 Meter breiten Arbeitstrasse sollen auch die Rohre für zwei zu verlegende Wasserleitungen gebracht werden, mit deren Hilfe das in der Tiefe liegende Steinsalz zum einen aufgelöst und zum anderen an die Oberfläche gebracht wird.

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Bürger bewegen OPAL

PRESSEMITTEILUNG

Bürger bewegen OPAL
Keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen!
Groß Köris, 20.01.2009. Eine heute veröffentlichte Pressemitteilung des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung legt den Schluss nahe, dass es keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen geben wird. Genau das ist die Forderung der Bürgerinitiative, die sich im September 2007 gegründet hat und seitdem vor den Umweltrisiken und Schäden des OPAL-Vorhabens warnt, sowie auf die zweifelhafte Verfahrensgangart der Vorhabensträgerin Wingas hinweist. Im Zuge des Brandenburger Raumordnungsverfahrens zur OPAL hatten sich auch mehrere Gemeinden und Naturschutzverbände gegen die Vorhabensplanung ausgesprochen sowie vier weitere Bürgerinitiativen in der Region gebildet und zusammengearbeitet.

Mit der Änderung des Standortes der Verdichteranlage wären auch die Pläne der Wingas vom Tisch, die Riesenpipeline durch das Ortsgebiet von Groß Köris zu ziehen. “Als wir anfingen, wurden wir als Träumer belächelt. Sich gegen die Pläne internationaler Konzerne wie Gazprom und BASF aufzulehnen, sei doch aussichtslos, hieß es", so Wolfgang Georgsdorf, Sprecher der Bürgerinitiative Keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen. “Sollte es zu dem sich abzeichnenden Ergebnis kommen, wäre das auch ein Signal an die Bürger, dass sich mit Engagement und guten Argumenten in diesem Land Vieles bewegen lässt."

Die Bürgerinitiative sieht das OPAL-Verfahren weiterhin kritisch, auch wenn die Bedrohung für den Naturpark, für Groß Köris und für die umliegenden Gemeinden abgewendet sein sollte. Wolfgang Georgsdorf: “Wichtige Fragen bezüglich der geplanten Technologie, den Umweltauswirkungen, dem wirtschaftlichen Nutzen, bzw. dem Bedarf des Vorhabens überhaupt sind ungeklärt. Dies wird mittlerweile auch in den anderen betroffenen Bundesländern sehr kritisch gesehen".

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