Genehmigungsverfahren zum STKKraftwerk

Dong-Tricks

Die akribischen Eide und Lobby-Background-Aktivitäten von DONG Energy

Im Allgemeinen sind Investoren "scheu wie ein Reh". Der dänischen Konzern DONG Energy ist das Gegenteil dessen. Woran ist das erkennbar?

  • Instrumentalisierung der Arbeitslosen. Großartige PR-wirksame Werbekampagnen für eff. 30 Dauerarbeitsplätze aus der Region - ein nicht zu überbietender Zynismus mit der Not!
  • Instrumentalisierung der IHK und der Unternehmer. Man wird nicht müde Versorgungs-engpässe "an die Wand zu malen", Lösung: Nur das DONG-Kraftwerk. Ziel: Genehmigung.
  • Die modernste Kraftwerk Europas-Behauptung Welche Innovationen und Patente hat DONG, die andere nicht haben, um das zu belegen? - Keine.
  • Die Best verfügbare Technik-Beteuerung. Wurde schon vor der Erörterung glorifiziert und nun noch mal besser - wer soll das noch glauben? Es bleibt ein technisch veraltetes Monster.
  • Nur durch das DONG-Kraftwerk gibt es keine Versorgungslücke in Nordeutschland. Die beiden (für die verbraucherarme Region) riesigen Gaskraftwerke werden völlig verschwiegen.
  • Die Wirkungsgradbehauptung entpuppt sich als unhaltbar. Sowohl der Netto-, als auch der Gesamtwirkungsgrad des 1600 MW-KW ist unwahr (incl.Transport- und Übertragungsverluste).
  • Die CCS-Zusicherung: Fata-Morgana - ist nie wirtschaftlich erreichbar, wie selbst der Chefkonstrukteur von DONG einräumt. Dient nur zur Akzeptanzintention und Täuschung.
  • Das Versprechen auch jegliche andere Brennstoffe zu nutzen (Biomasse, Müll etc.). Wenn's nur irgendwie bei den Regierenden ankommt - wird es beteuert.
  • Die Prozesswärme-Verheißung als Schlüssel für nachträgliche Industrieansiedlungen. Geht technisch nicht - muss vor der Kraftwerks-Auslegung bekannt sein.
  • Das Fernwärmeversprechen für Greifswald: Wenn gar kein Argument mehr "sticht", dann noch dieses. Wissend, dass dies fernab jeglicher Realität und Wirtschaftlichkeit liegt.
  • Die Umweltbeteuerung: Alles gar nicht so schlimm, man wolle ja Messstationen aufstellen. Wohl wissend dass man fehlende Qualität hinterher nicht mehr "hinein kontrollieren" kann.
  • Die Quecksilberreduktions-Zusicherung: Erst Halbierung durch einfaches Mischen der Importkohle und nun plötzlich 1/5 des kritisierten Wertes - fauler Zauber!
  • Das Filterversprechen. Erst keinerlei Feinstaubbelastung und nun auf einmal bessere Filter. DONG verspricht alles (auch schriftlich) - wenn's nur seinem Ansiedlungsziel dient.
  • Das zahlreiche Sponsoring. Every body's darling - um ja Akzeptanz bei der zu erwartend skeptischen Bevölkerung und nicht nur da, vor allem bei den Entscheidungsträgern zu finden.

Mit all diesen Versprechungen und Unwahrheiten hat DONG zumindest eines geschafft - die Landesregierung über sein wahres Ansiedlungsziel bisher zu täuschen (dänischer Strom-Export vom deutschen Boden aus).

Und mit vielen Hochglanzflyern und Video-DVD´s versucht er es immer wieder beim Volk.

Ein solcher Investor ist nicht seriös, er ist durchschaut und deshalb wollen wir ihn nicht!

Eine politische Abfuhr ist vonnöten.


 

Abscheidung kostet richtig viel Kohle

Abscheidung kostet richtig viel Kohle
Das bislang größte Pilotprojekt für die CO2-Abscheidung bei einem Kohlekraftwerk zeigt eine hoffnungslose Energiebilanz: Wenn man die Emissionen einigermaßen klimaneutral bekommen will, muss man 50 Prozent mehr Steinkohle verfeuern (weitere techn. Hintergründe dazu).

Aus der taz vom 24.11.2008. VON REINHARD WOLFF:
Der Entwicklungschef des dänischen Energiekonzerns Dong Energy Power gibt es unumwunden zu: Die Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) aus einem Steinkohlekraftwerk rechnet sich nicht. "Der Energieverbrauch ist ganz einfach viel zu groß", sagt Rudolph Blum. Das bestätigen die gerade abgeschlossenen Auswertungen des weltweit größten praktischen CO2-Abscheideversuch im dänischen Esbjerg. Ergebnis: Um eine Tonne CO2 aus den Rauchgasen herauszutrennen, wurden 3,7 Gigajoule Energie verbraucht. Das heißt im Klartext: Ein Drittel des Effekts, den das Werk hat, würde allein von dieser Abscheidetechnik geschluckt. 
Zu dem von der EU mitfinanzierten Pilotversuch "Castor" hatte man sich mit dem Kraftwerk Esbjerg-Værket an der dänischen Nordseeküste gleich gegenüber der Ferieninsel Fanø eines der weltweit effektivsten Steinkohlekraftwerke mit einem Wirkungsgrad von rund 45 Prozent ausgesucht. Mit der Abscheidetechnik fiel dieser nun auf etwa 30 Prozent. Um die gleiche Stromproduktion wie ohne zu erreichen, müssten also bis zu 50 Prozent mehr Kohle eingesetzt werden. Bei anderen Kohlekraftwerken mit dem in Europa bislang erreichten durchschnittlichen Wirkungsgrad von 38 Prozent würde sich die Bilanz sogar auf einen rund 70 Prozent höheren Kohleeinsatz verschlechtern. 

Weiterlesen: Abscheidung kostet richtig viel Kohle

   

Protokoll

Niederschrift zum Erörterungstermin vom 28.10. bis 26.11.2008

Es ist vollbracht, wenn auch wahrscheinlich noch Unzufriedenheiten in manchen Details bestehen: Das Protokoll zu den Anhörungen liegt jetzt vor.

Sowohl das Protokoll als auch die Anträge können herunter geladen werden. Die Anlagen sind jedoch so umfangreich, dass hier nur eine Inhaltsangabe verfügbar ist. Falls jedoch jemand Interesse an einem speziellen Anhang haben sollte, kann er zugesandt werden (e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ).

Wichtiger Nachtrag: Inzwischen sind alle Unterlagen auch beim STAUN verfügbar: Klicken Sie hier!


   

Dong Energy will Technologie im Kohlekraftwerk Lubmin nachbessern

Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 05. Februar 2009 | Mecklenburg-Vorpommern l 321 Wörter
Dong Energy will Technologie im Kohlekraftwerk Lubmin nachbessern

Schwerin/Lubmin (dpa) Der dänische Energiekonzern Dong Energy reagiert auf Bedenken zu seinen Plänen für ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin und hat technologische Verbesserungen an dem 1600-Megawatt-Kraftwerk angekündigt. Durch eine bessere Filtertechnik, optimierten Betrieb und Veränderungen bei der Entschwefelung soll der Schadstoffausstoß deutlich reduziert werden, wie Projektleiter Peter Gedbjerg gestern sagte. So soll der Ausstoß von Schwefel- und Stickstoffverbindungen halbiert werden. Die Quecksilberwerte würden mit den geplanten Veränderungen nur noch ein Fünftel der in den Antragsunterlagen genannten Werte betragen. „Wir halten am Bau des Kraftwerks fest“, betonte Gedbjerg.

Das Unternehmen will am früheren Atomstandort in Lubmin ein bei Umweltverbänden höchst umstrittenes Steinkohlekraftwerk errichten. Um wie viel teurer der ursprünglich auf 2,3 Milliarden Euro veranschlagte Kraftwerksbau durch die technologischen Veränderungen wird, teilte das Unternehmen nicht mit. Umweltminister Till Backhaus begrüßte laut seinem Ministerium die von Dong angekündigten Pläne. Positiv sei auch die Initiative des Unternehmens zu werten, sich um die Ausrichtung eines von der EU-geförderten Pilotprojektes zur CO2-Abscheidung zu bewerben.

Weiterlesen: Dong Energy will Technologie im Kohlekraftwerk Lubmin nachbessern

   

Nachforderungen an Dong

Pressemeldung (Nr. 31/09 - 04.02.2009 – LU) Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Liste mit Nachforderungen an Dong energy übergeben

Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Stralsund hat in Auswertung der Öffentlichen Anhörung zum Genehmigungsverfahren für das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin dem Investor Dong energy Kraftwerke Greifswald GmbH & Co.KG einen umfassenden Katalog mit Nachforderungen zugesandt. Dieser bezieht sich sowohl auf wasserrechtliche, naturschutzrechtliche und immissionsschutzrechtliche Fragen.

So wird der Vorhabenträger u.a. aufgefordert,

• eine umfassende qualitative und quantitative Herleitung der Beeinträchtigungen insbesondere der marinen und semimarinen Lebensraumtypen vorzunehmen;

• die charakteristischen Arten der Natura 2000-Lebensraumtypen vollständig zu erfassen;

• die Auswirkungen der Einleitung von prioritären Stoffen, wie z.B. Quecksilber genauer zu analysieren und

• zur möglichen Vermehrung von vibrio vulnificus und Cyanobakterien ("Blaualgen") Stellung zu beziehen.

Eine Frist zur Abarbeitung des Nachforderungskatalogs hat das StAUN nicht gestellt. "Der Investor hat es nun selbst in der Hand, wie schnell das Verfahren fortgesetzt werden kann. Auf Grundlage der derzeit vorliegenden Antragsunterlagen ist eine abschließende Bewertung nicht möglich", betont Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Backhaus begrüßte die mittlerweile von Dong energy vorgestellten Pläne und technologischen Lösungen zur Halbierung von wesentlichen bislang prognostizierten Schadstoffwerten. Positiv wertete er auch die Initiative des Unternehmens, sich um die Ausrichtung eines von der EU-geförderten Pilotprojektes zur CCS-Abscheidung zu bewerben.

 

Im letzten Absatz offenbart der Minister allerdings Nachholbedarf: Am Dienstag, 25. November 2008 war bei den „Klimarettern“ zu lesen: CCS ist ineffizient und viel zu teuer
...So musste jetzt auch der Energiekonzern Dong Energy eine ernüchternde erste Bilanz seiner Pilotanlage zur Kohlendioxid-Abscheidung in Dänemark ziehen. Ergebnis: Ineffizient und schlichtweg zu teuer.

In der Versuchsanlage an der dänischen Nordseeküste wird von Dong Energy das derzeit weltweit größte Projekt zur Kohlendioxid-Absonderung betrieben – mitfinanziert von der Europäischen Union. Das Ergebnis bestätigt die Skepsis der Klimaschützer zum Feigenblatt CSS: Bis zu 70 Prozent mehr Brennstoff müsste verfeuert werden, um in einem durchschnittlichen europäischen Kohlekraftwerk dieselbe Menge Strom zu produzieren.

Hier ein Beispiel mit weiteren Informationen, die man auch an vielen anderen Stellen finden kann.


   

Dongs neuer Versuch

Dong gibt noch lange nicht auf

Über den neuesten Versuch berichten die Lübecker Nachrichten

04. Februar 2009 Dong Energy verbessert Kraftwerkstechnologie

Schwerin/Lubmin (dpa/mv) - Der dänische Energiekonzern Dong Energy reagiert auf Bedenken zu seinen Plänen für ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin und und hat technologische Verbesserungen an dem 1600- Megawatt-Kraftwerk angekündigt. Durch eine bessere Filtertechnik, optimierten Betrieb und Veränderungen bei der Entschwefelung soll der Schadstoffausstoß deutlich reduziert werden, wie Projektleiter Peter Gedbjerg am Mittwoch der dpa sagte. So soll der Ausstoß von Schwefel- und Stickstoffverbindungen halbiert werden. Die Quecksilberwerte sollen nur noch ein Fünftel der ursprünglich beantragten Werte betragen.

Toll, wie das wohl plötzlich gehen mag?  Wir bleiben wachsam!

   

BUND gegen Kohlekraftwerke erfolgreich

BUND kämpft weiter gegen neue Kohlekraftwerke

Der BUND ist an vielen Standorten von geplanten Kohlekraftwerken aktiv – und erfolgreich. Mit Protesten, Klagen und Einwendungen.

Aktuelle Erfolge

Im Jahr 2008 konnte der BUND erneut zwei Kohlekraftwerksplanungen von seiner Liste streichen. Die EnBW musste nach starken Protesten vor Ort und einer Mehrheit im Gemeinderat gegen das Projekt ihren Plan, in Germersheim ein 800 MW Steinkohlekraftwerk zu bauen, beerdigen. Auch die Planungen von Evonik in Herne wurden aufgegeben.

In Hamburg wurde das Vattenfall-Kraftwerk zwar genehmigt, aber dies – wegen der großen Proteste – mit hohen Auflagen. Und der BUND hat bereits Klage eingereicht, um das Kraftwerk komplett zu verhindern.

Aktuelle Entwicklungen

In Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) scheint ein großer Erfolg möglich. Die Planungen des dänischen Investors Dong Energy für ein riesiges Steinkohlekraftwerk am Greifswalder Bodden sind ins Stocken geraten. Der BUND und die Bürgerinitiativen haben den Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren genutzt, um auf etliche Schwachstellen im Genehmigungsantrag hinzuweisen. Außerdem ist es gelungen, die politische Stimmung im Mecklenburg-Vorpommern zu drehen: Viele führende Sozialdemokraten sprechen sich inzwischen klar gegen das Kohlekraftwerk aus. Der BUND wird alles daran setzen, dass dieser Klimakiller nun wirklich gestoppt wird.

Auch in Düsseldorf hat sich der Wind gedreht. Nach monatelanger Arbeit durch den BUND und das Bündnis „Astrhein“ sind inzwischen alle Fraktionen des Stadtrates gegen das (von den Stadtwerken zusammen mit der EnBW geplante) Kraftwerk. Der BUND arbeitet daran, dass die Stadtwerke nun tatsächlich ihre Planungen zurückziehen.

Gegen den Willen der Stromkonzerne (und trotz des großen Einflusses derselben) hat der BUND zusammen mit vielen anderen durchgesetzt, dass die Stromkonzerne ab 2013 für alle CO2-Verschmutzungsrechte zahlen müssen. Als Reaktion darauf hat RWE angekündigt, all seine Pläne für neue Kohlekraftwerke in Westeuropa zu stoppen. Die bereits im Bau befindlichen Kraftwerke in Neurath und Hamm sollen aber weitergebaut werden.

 

29.01.2009 Chris Labouvie
BI  Schriftführerin/Vorstand

 

   

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