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Pressemitteilung, Lubmin / Schwerin; 07.12.2009

Nachdrücklicher Appell von Kraftwerksgegnern an Präsidentin der UN-Klimakonferenz

Verhindern Sie geplantes Kohlekraftwerk von DONG Energy in Deutschland!

Collage Hedegaard und Eldrup
Anlässlich der heute beginnenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat sich die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" mit einem Appell an die dänische Ministerin für Klima und Energie und Präsidentin der UN-Klimakonferenz Kopenhagen Connie Hedegaard gewandt.

Dänemark könne sich nicht als Gastgeber des Weltklimagipfels und Vorbild im Bereich Erneuerbare Energien präsentieren und gleichzeitig einem teils in Staatsbesitz befindlichen Energiekonzern gestatten, in Deutschland eine Kohlendioxidschleuder zu bauen, so die Gegner des geplanten 1600-Megawatt-Kolosses, der bei Lubmin an der vorpommerschen Osteeküste entstehen soll.

Hedegaard, die vor wenigen Tagen für das Amt der künftigen EU-Klimakommissarin nominiert wurde, wird in dem Brief aufgefordert, den Plänen des dänischen Energiekonzerns in Deutschland Einhalt zu gebieten. "Es ist ein unbegreifliches Szenario, was sich derzeit in Dänemark abspielt. DONG Energy wirbt als offizieller Partner des Klimagipfels für die Reduktion von Kohlendioxid, will aber in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Kohlekraftwerk jährlich 10 Millionen Tonnen produzieren und damit für die Verdopplung des bisherigen industriellen Kohlendioxidaufkommens sorgen. Die dänische Energiepolitik hat an dieser Stelle einen ganz entscheidenden Schönheitsfehler, der mit den offiziellen Verlautbarungen von mehr Klimaschutz nicht in Einklang zu bringen ist. Das nenne ich Heuchelei.", so Arndt Müller, Ökologe vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der seit 2007 gemeinsam mit Bürgerinitiativen und dem WWF gegen das DONG-Kraftwerk arbeitet.

"Im eigenen Land", so der Ingenieur Michael Drevlak, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Zukunft Lubminer Heide", "verfolgt DONG Energy - nicht zuletzt auf Grund einer fortschrittlichen Gesetzgebung - eine nach europäischem Maßstab vorbildlich nachhaltige Energiepolitik. Es wäre fatal, wenn bei uns noch schnell die vermeintlich billigeren, emissionsintensiven und ineffizienten Technologien zum Einsatz kämen, während Dänemark sich international als Saubermann feiern lässt. Wir hoffen, dass Frau Hedegaard als neue EU-Klimakommissarin und engagierte Streiterin für mehr Klimaschutz zuerst vor ihrer eigenen Haustür für Ordnung sorgt."

Ab Freitag, dem 11.12.2009, schließt sich die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" den Aktionen und Demonstrationen für wirksame internationale Klimaschutzabkommen in der dänischen Landeshauptstadt an. "Wir wollen den dänischen Bürgern bewusst machen, welch widersprüchliche Energiepolitik außerhalb ihres Landes mit ihren Steuergeldern finanziert wird. Wir werden nicht hinnehmen, dass Journalisten auf dem UN-Klimagipfel zu modernen und effizienten Blockheizkraftwerken mit Wohnzimmeratmosphäre gefahren werden, während nur 250 Kilometer entfernt unsere Region durch dänische Kohlepläne Schaden nehmen soll.", so Michael Drevlak abschließend.

Hier kann die deutsche Fassung des Briefes gelesen werden.


   

Bundesverband WindEnergie am 27.11.09: NRW opfert den Klimaschutz zu Gunsten von Kohlekraftwerken

Bis zu elf neue Kohlekraftwerke in NRW geplant

 

Die nordrheinwestfälischen Regierungsfraktionen CDU und FDP planen die ersatzlose Streichung des § 26 Landesentwicklungsprogramm. Nach Absatz 2 dieser Vorschrift ist es für die Energieversorgung in NRW anzustreben, dass insbesondere einheimische und regenerierbare Energieträger eingesetzt werden.Sicher ist das auch ein Versuch, den Baustopp für das Kraftwerk Datteln zu revidieren.

Weitere Informationen zu diesem unglaublichen Vorgang finden Sie hier.

Und dazu noch eine Meldung der Klimaretter.


   

Interessante Ausstellung im NEUEN KUNSTHAUS AHRENSHOOP

über Lubmin

Unter dem Titel „Gefährdete Landschaften“ weisen Lucy Fricke (Prosa), Nicole Schuck (Zeichnung) und Max Baumann (Fotografie)  in ihrem Projekt „Lubmin“ auf das vielfach in die Schlagzeilen geratene gleichnamige Seebad am Greifswalder Bodden hin. In einem Zusammenspiel von literarischen und visuellen Elementen machen sie auf die Widersprüchlichkeit wirtschaftlicher und touristischer Expansion aufmerksam. (29.11.2009 bis 01.02.2010, geöffnet täglich 10-16 Uhr) Weitere Einzelheiten hier.


   
In der letzten Woche fuhr eine Delegation der ALLIANZ gegen das Steinkohlekraftwerk in Lubmin nach Kopenhagen, um dort mit Vertretern von DONG Energy sowie Abgeordneten des dänischen Parlaments und Mitarbeitern des Finanzministeriums zu sprechen. Unsere Delegation bestand aus Mitgliedern der Bürgerinitiativen Lubmins, Usedoms, Rügens und Greifswalds, dem WWF sowie unserem Anwalt Herrn Peter Kremer. Die Klima-Allianz war in Kopenhagen ebenfalls vertreten.
Im Finanzministerium wurde eine Petition überreicht (DONG Energy befindet sich zu über siebzig Prozent im Besitz des dänischen Staates, wichtige finanzielle Entscheidungen werden deshalb vom Staat mitbestimmt). Der Text der Petition ist zu ihrer Information an diese Mail angehängt. Auch eine Resonanz der dänischen Presse
(www.information.dk/215974) ist als PDF beigelegt.


Unter dem Link
http://www1.ndr.de/mediathek/index.html?media=nordmagazin800

können Sie sich einen Beitrag des NDR Nordmagazins ansehen, der am 20.11. gesendet wurde und einen kleinen Eindruck von der Reise unserer Mitstreiter vermittelt.
Auf der nächsten Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin e.V. werden wir Sie ausführlicher über die Ergebnisse der Gespräche in der dänischen Hauptstadt informieren.

Download der PETITION AN DIE REGIERUNG, IN SONDERHEIT DAS FINANZMINISTERIUM, DÄNEMARKS hier möglich. (pdf-Datei)



   
Unter dem Titel "Erneuerbare Energien als Impulsgeber für
wirtschaftlichen Aufschwung in Mecklenburg-Vorpommern" veranstaltete die
Allianz ‚Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin’ am 02.11.2009 eine eintägige
Konferenz, an der über 140 Menschen teilnahmen. Die Konferenz war ein
Forum für Unternehmen, Wissenschaftler, Politiker und die
Öffentlichkeit. Es wurden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie mit
Hilfe der Erneuerbaren Energien eine nachhaltige und zugleich innovative
wirtschaftliche Entwicklung in der Region Vorpommern angestoßen werden kann.


Wir haben zentrale Erkenntnisse und Schlussfolgerungen, die sich aus der Konferenz ergeben, in einem
Ergebnispapier zusammengefasst, dass aus Anlass der
Wirtschaftsausschusssitzung am Mittwoch, dem 11.11.09, an dessen
Mitglieder, sowie an die Fraktionen und an die Presse gegangen ist.

Hier das Ergebnispapier zum Download, ein ausführlicher Bericht wird
folgen.
Siehe auch Homepage der Konferenz mit aktuellem Bildmaterial und Vorträgen des Tages!



   

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